Leistungsdruck und Überstunden im Büro, zu Hause kränkelt das Kind und gegen Monatsende ist das Geld schon wieder knapp. So oder ähnlich geht es uns allen zwischendurch. Handelt es sich nur um vorübergehenden Stress, können wir in der Regel damit umgehen. Wird er aber chronisch, hat die ständige innere Anspannung drastische Folgen für unsere Gesundheit. Laufen ist eine einfache sowie äußerst effektive Methode, um Stress abzubauen und allgemein gesünder zu leben.

Gesundheitliche Konsequenzen von dauerhaftem Stress

Stress ist an sich nichts Negatives. Er ist die natürliche Reaktion unseres Körpers auf psychische Belastung. Mögliche Auslöser gibt es viele. Konflikte zu Hause, im Büro oder die Erkrankung eines Familienmitglieds sind nur einige Beispiele. Körperlich zeigt sich das durch erhöhten Blutdruck, verspannte Muskeln, Schlafstörungen oder vielleicht zittrige Hände. Diese Symptome sind entwicklungsbiologisch bedingt. Als wir noch in Höhlen lebten, war Stress oft eine Reaktion auf eine direkte Gefahrensituation. Also brachte sich unser Körper in Alarmbereitschaft und stellte kurzfristig mehr Energie zur Verfügung, um zu kämpfen oder zu flüchten.

Heute ist dies selten die Lösung. In erster Linie ist es wichtig, die Ursache(n) anzugehen. Manchmal ist diese in uns selbst zu finden, etwa weil wir zu hohe Erwartungen an uns haben, manchmal außerhalb. Dann gilt es beispielsweise den Vorgesetzten um weniger Überstunden zu bitten oder die Beziehungsprobleme zu klären. Andererseits müssen wir den Stress, respektive die damit verbundene überschüssige Energie, auch auf körperlicher Ebene abbauen. Denn wird er chronisch, kann es zu Bluthochdruck kommen, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen bis hin zu Depression und Herzinfarkt.

So hilft Laufen gegen Stress

Grundsätzlich eignet sich jede Form der körperlichen Betätigung, um Stress abzubauen. Laufen bietet sich besonders an, da es außer gutem Schuhwerk keine Ausrüstung braucht und vor allem zeit- und ortsunabhängig ist. Einfach die Laufschuhe anziehen und los geht’s! Darüber hinaus ist es ideal für Anfänger, die länger keinen Sport mehr getrieben haben. Denn jeder kann das passende Lauftempo für sich selbst festlegen.

Da das Herz beim Laufen mehr leistet und sich die Gefäße erweitern, senkt sich mit der Zeit auch der Ruhepuls. Es schlägt im Normalzustand langsamer, pumpt aber zugleich mit jedem Herzschlag mehr Blut. Mit anderen Worten, das Herz arbeitet ökonomischer. Darüber hinaus hilft Joggen bei der Gewichtsreduktion, verbessert die Fitness, steigert das gute HDL-Cholesterin während es das schlechte LDL-Cholesterin abbaut und sorgt für erholsameren Schlaf.

Auf Shlnews.org finden sich detaillierte Informationen und Studien darüber, wie sich Sport auf den Körper sowie die Psyche auswirkt. So ist etwa der Puls von Läufern auch bei Stresssituationen und Hektik ruhiger. Dies erlaubt es ihnen, mit Belastung gelassener umzugehen. Darüber hinaus berichten Läufer oft davon, dass Joggen ihnen einen Ausgleich bietet. Sie finden wieder zu sich selbst, bekommen den Kopf frei und können so den Alltagsstress eine Weile hinter sich lassen. Dies unterstützt den Abbau der Stresshormone zusätzlich.

Tipps für Lauf-Anfänger

Damit sich das Laufen spürbar positiv auf die Gesundheit auswirkt, ist Regelmäßigkeit grundlegend. Es gilt, mindestens jeden zweiten Tag dreißig bis sechzig Minuten fürs Joggen einplanen. Der Terminkalender ist bereits voll? Dann die Prioritäten anders setzen. Wer wirklich will, der kann sich eine halbe Stunde Zeit nehmen. Es spielt keine Rolle, ob morgens vor der Arbeit, in der Mittagspause oder abends.

Genauso wichtig ist es, das persönliche Wohlfühltempo zu finden, um eine Grundlagenausdauer zu schaffen. Denn wer die Ziele zu hoch steckt, macht aus dem Laufen lediglich einen weiteren Stressfaktor. Faustregel ist, man sollte während des Laufens noch ein Gespräch führen können, ohne außer Puste zu kommen. Der Puls liegt bei ungefähr 65 bis 80 Prozent der maximalen Herzfrequenz. Keine Sorge, der Körper gewöhnt sich schnell daran und nach ein paar Wochen bereitet eine Stunde intensiver Dauerlauf keine Mühe mehr!

Probleme, den Kopf abzuschalten? Dann hilft es vielleicht, mit einem Partner zu laufen oder die Lieblingsmusik zu hören. Auch die gezielte Konzentration auf das Lauftempo kann helfen oder die Strecke abzuwechseln. Schließlich gibt es sogar spezielle Laufmediationen, die Stress zusätzlich reduzieren und dabei unterstützen, fokussiert zu bleiben.