Mit Blähungen hat jeder Mensch zu kämpfen, die einen weniger, andere mehr. In der Regel ist es ein natürlicher Vorgang, wenn Winde entweichen und es ist vollkommen harmlos. Wenn allerdings das Rumoren im Bauch, Völlegefühl und ein Blähbauch Sie ständig begleiten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Dass Blähungen peinlich sind, steht außer Frage, aber sie sind eben ganz normal. Ein Pups kann laut oder leise sein, geruchslos oder aber übel riechen. Woran liegt das? Wenn Sie essen, gelangt mit der Nahrung auch Luft in Ihren Körper. Ein Teil der Luft entweicht durch den Magen mit einem Rülpser. Etwas Luft wandert allerdings in den Darm und prallt auf Gase, die entweichen wollen.

Was begünstigt Blähungen?

Oftmals sind bestimmte Nahrungsmittel schuld an den entweichenden Gasen. Dazu gehören:

  • Rohkost in Form von Gemüse und Obst
  • Milchprodukte
  • Müsli
  • Kohl
  • Hülsenfrüchte
  • Zwiebel
  • Frisches Brot

Auch Getränke können für zu viel Luft im Bauch sorgen. Wenn Sie große Mengen an kohlensäurehaltige Getränken zu sich nehmen, kann dies auch für den einen oder anderen Pupser verantwortlich sein.

Aber nicht immer sind die Nahrungsmittel an Blähungen schuld, manchmal liegt es auch an der Essgewohnheit. Wenn Sie schnell und hastig essen, gelangt auch vermehrt Luft in Ihren Darm und führt zu Blähungen. Weitere Ursachen für die Luftansammlung im Magen-Darm-Trakt sind Stress und mangelnde Bewegung.

Weitere Ursachen für Blähungen

Wenn Sie beispielsweise an einer Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktoseintoleranz) leiden, wird dies auch zu einer vermehrten Gasbildung im Verdauungstrakt führen, wenn Sie bestimmte Lebensmittel zu sich nehmen. In diesem Fall sollten Sie Produkte mit Milchzucker vermeiden oder reduzieren. Dazu gehören beispielsweise Milch, Quark, Speiseeis oder Käse. In jedem Fall sollten Sie eine mögliche Laktoseintoleranz vom Arzt abklären lassen.

Die gleichen Beschwerden äußern sich bei einer Fructoseintoleranz. Der Fruchtzucker steckt vor allem in frischem Obst, aber auch in Fruchtsäften.

Auch in der Schwangerschaft sind viele Frauen von Blähungen geplagt. Durch die Hormonumstellung ist der Progesteronspiegel erhöht und sorgt dafür, dass der Darm träger wird. Während der Körper der schwangeren Frau die Nahrung dadurch besser verwerten kann, steigt im Darm hingegen die Gasbildung.

So genannte Zuckeraustauschstoffe, beispielsweise Sorbit, sorgen ebenfalls für Blähungen. Dieser Stoff befindet sich sehr oft in Light- oder Diätprodukten.

Manchmal ist die Darmflora gestört, was oftmals nach der Einnahme von Antibiotika geschieht. Eine blähende Kost wirkt sich ungünstig auf die schon aus dem Gleichgewicht geratenen Darmbakterien aus und kann zu Verstopfung führen.

Dies sind alles harmlose Ursachen bei Blähungen. Bei anhaltenden Schmerzen und ständigen Blähungen sollten Sie allerdings einen Arzt aufsuchen, um eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen.

Was hilft bei Blähungen?

Wenn Sie nachweislich an einer Fructose- oder Lactoseintoleranz leiden, sollten Sie die für Blähungen auslösenden Lebensmittel nach Möglichkeit vermeiden oder zumindest den Konsum reduzieren.

Auch üppige Mahlzeiten schlagen auf den Magen, beziehungsweise auf den Darm. Essen Sie lieber mehr kleinere Mahlzeiten am Tag mit gut verdaulichen Speisen. Auch wenn Sie das Essen langsam zu sich nehmen und gut kauen, hilft dies gegen Blähungen.

Wenn Sie einen Bürojob haben und viel sitzen, sind oftmals Magen-Darm-Probleme vorprogrammiert. Hier hilft eine gutes Bewegungsprogramm wie Rad fahren, Spazieren gehen oder Übungen, mit denen Sie die Bauchmuskeln sanft an- und entspannen. Yoga ist ebenfalls eine gute Methode gegen Blähungen.

Haben Sie Schmerzen beim Pupsen? Feuchtwarme Wickel helfen nicht nur Babys. Verschiedene Heilpflanzen wirken krampflösend. Dazu gehören Anis, Kümmel, Fenchel und Pfefferminz. Der Vier-Winde-Tee hilft ebenfalls bei Blähungen. Dafür mischen Sie zu gleichen Teilen Pfefferminzblätter, Kamillenblüten und Kümmel- sowie Fenchelsamen, gießen die Mischung mit 250 ml kochendes Wasser auf und lassen es fünf bis zehn Minuten ziehen. Vier Tassen täglich können Sie hiervon trinken.